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Der SVA verpasst knapp die Meisterschaft

In der letzten Runde der Regionalliga empfingen die Schachspieler des SV Altensittenbach den SC Windischeschenbach. Dieser Wettkampf hatte Finalcharakter, weil beide Mannschaften punktgleich an 1 und 2 standen, wobei der SV Altensittenbach das schlechtere Brettpunkteverhältnis hatte und somit einen Sieg brauchte, um Meister zu werden. Doch auch der SC Windischeschenbach musste auf Sieg spielen, denn bei einem Unentschieden hätten sie noch von der SG Fürth, vor der Runde auf Platz 3, überholt werden können. Diese einmalige Konstellation führte zu spannenden und umkämpften Partien ohne frühe Remisvereinbarungen.

Erst nach drei Stunden waren die ersten Partien entschieden: Wolfhard Schraufl, Brett 6, spekulierte hoch, als er seine Gegnerin zu einem starken Figurenopfer provozierte. Bei knapper Bedenkzeit fand sie in der Folge jedoch nicht die beste Fortsetzung; Schraufl konsolidierte seine Stellung und verwertete die Mehrfigur. Doch Windischeschenbach schlug prompt zurück. In einem ausgeglichenen Mittelspiel reagierte Christian Endres auf einen Bauernvorstoß ungenau, sodass sich ein gegnerischer Bauer in eine Dame umwandeln konnte. Kurz vor der Zeitkontrolle endeten zwei weitere Partien: Tobias Ammon, Brett 2, opferte in der Eröffnung einen Bauern für Entwicklungsvorsprung. Die drückende Überlegenheit wandelte er schließlich in Figurengewinn um und gewann rasch. Am fünften Brett fand Friedrich Hanisch in einem Mittelspiel mit Schwerfiguren kein Gegenspiel und ging in einem Mattangriff unter.

Nach der Zeitkontrolle war ein Altensittenbacher Sieg bereits unwahrscheinlich, weil die Gäste an den verbliebenen Brettern am Drücker waren. In einem komplizierten Doppelturmendspiel waren die zwei verbundenen Bauern des Gegners stärker als Manfred Wallingers Solitär, eine Niederlage am fünften Brett war die Folge. Frank Röder, Brett 3, hatte in einem schwierigen Mittelspiel ebenfalls einen Bauern weniger, verteidigte sich aber erfolgreicher und holte ein Unentschieden. Mit 6,5 Punkten aus 9 Partien war er der erfolgreichste Altensittenbacher Spieler der Saison. Am achten Brett gewann Günther Auer nach vielversprechender Eröffnung die Qualität. Er verpasste in der Folge jedoch den entscheidenden Schlag, sodass sein Gegner sich noch ins Remis retten konnte. Beim Stand von 3-4 war der Aufstieg unerreichbar, trotzdem kämpfte Robert Bruss am vierten Brett weiter. Lange hatte er eine verlorene Stellung zu verwalten, doch dank zäher Verteidigung gelangte er zurück ins Spiel und glich aus. Im Turmendspiel triumphierte er schließlich sogar noch und holte den vollen Punkt.

Nach dem Spieltag lagen der SC Windischeschenbach und die SG Fürth punkt- und brettpunktgleich an erster Stelle. Eine weitere Feinwertung gab den Ausschlag zugunsten des SC Windischeschenbach, der damit in die Landesliga aufsteigt. Der SV Altensittenbach schließt die Saison auf Platz 3 ab. Aus der Regionalliga steigen der TSV Kareth-Lappersdorf 2 und der SK Neumarkt ab.

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