Werner Schwarm

Sensation beim SV Altensittenbach – Aufstieg in Landesliga

Vor dem letzten Spieltag war die Ausgangslage klar: Der SV Altensittenbach kann aus eigener Kraft aufsteigen, solange man nicht gegen den SC Windischeschenbach verlieren würde. Und die Schachspieler des SV Altensittenbach ließen keine Zweifel aufkommen und besiegten in meisterlicher Manier die Gäste mit 6,5-1,5.

Der Wettkampf begann ruhig mit einem frühen Remis von Wolfhardt Schraufl an Brett 8. Nach dreieinhalb Stunden, in der Zeitnotphase, fielen weitere Entscheidungen. An Brett 2 besetzte Christian Endres die einzige offene Linie, drängte die gegnerischen Figuren zurück und stellte unangenehme Drohungen auf, gegen die es keine Verteidigung gab. Einen weiteren Sieg gab es von Günther Auer, Brett 7. Durch geschickte Bauernvorstöße gewann er Material und verwertete den Vorteil sicher. An Brett 5 eroberte Manfred Wallinger durch eine Springergabel eine Figur, die Aufgabe des Gegners folgte kurz darauf. Ein Remis in ausgeglichener Stellung steuerte Friedrich Hanisch, Brett 6, bei. Mit einem 4-1 Vorsprung konnte Altensittenbach nicht mehr verlieren, an den einzelnen Brettern traten mannschaftliche Überlegungen zurück und man konnte befreit aufspielen. Frank Röder, Brett 3, hatte in der Eröffnung zwar einen Bauern gewonnen, ließ im Mittelspiel aber Gegenspiel zu und geriet in Nachteil. Doch anschließend zeigte er eine starke Verteidigungstechnik und wurde nach vier Stunden mit einem halben Punkt belohnt. Fünf Stunden kämpfte Tobias Ammon am Spitzenbrett. Im Mittelspiel hatte er die Qualität gewonnen, allerdings verteidigte sich sein Gegner in der Folge geschickt, sodass Ammon dessen Widerstand erst im Endspiel brechen konnte. Noch etwas länger dauerte die Partie von Gerd Röder am vierten Brett. Im Schwerfigurenendspiel hatte er zwei Mehrbauern, aber pro Zug nur noch 30 Sekunden Zeit. In dieser turbulenten Phase leistete sich Röders Gegner den letzten Fehler, verlor die Dame und Röder gewann die Partie.

Die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost und damit der Aufstieg in die Landesliga Nord ist ein großer Erfolg, mit dem zu Saisonbeginn nicht zu rechnen war. Maßgeblich dafür war eine starke Mannschaftsleistung, in der einige Spieler noch herausragten. Zur Top 10 der Liga gehören Wolfhard Schraufl (7,5 Punkte aus 8 Partien), Tobias Ammon (7 aus 8), Manfred Wallinger (6,5 aus 8), Christian Endres und Frank Röder (beide 6 aus 9). Doch auch Gerd Röder und Friedrich Hanisch (beide 5 aus 9) und Günther Auer (3 aus 7) hatten ihren Anteil.

Einziger Absteiger ist die zweite Mannschaft des SK Kelheim.

Endtabelle:

  1. SV Altensittenbach 17-1
  2. SC Forchheim 15-3
  3. SGem Fürth 12-6
  4. SC Windischeschenbach 11-7
  5. SG Büchenbach/Roth 9-9
  6. SC SW Nürnberg Süd 2 8-10
  7. SC NT Nürnberg 3 7-11
  8. SK Herzogenaurach 2 6-12
  9. SC Postbauer-Heng 3-15
  10. SK Kelheim 2 2-16

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